Literatur & Bücher

Stadtbibliothek Nürnberg ist die älteste (1379) städtische im deutschen Sprachraum.

Zentralbibliothek
Gewerbemuseumsplatz 4
Tel. 231-2672
http://www.stadtbibliothek.nuernberg.de

Stadtteilbibliotheken
Langwasser Glogauer Str. 50
Gibitzenhof Brehmstr. 15

Gostenhof Fürther Str. 77b
Tel. 2 31-2104 Öffnungszeiten:
Montag 15.00-19.00 Uhr
Donnerstag 14.00-18.00 Uhr

Maxfeld Maxfeldstraße 27
Schoppershof Merseburger Str. 6
Egidienplatz Egidienplatz 23
Lichtenhof Augustenstr. 30
Villa Leon, Philipp-Körber-Weg 1

Fahrbibliothek Tel. 83 42 90

Verwaltungsbibliothek
Hauptmarkt 18, Tel. 2 31-27 50 Bücher und CDs zum Recht

Cafe Literaturhaus in NürnbergCafe Literaturhaus - Luitpoldstr. 6
Hier kann man Zeitung oder Romane lesen, auch mitbringen oder liegen lassen. Geistvoll pfleglich Menschen und Literatur begegnen, mal ohne Computer chatten bei kulturvoller Gastronomie.

Literaturstadt Nürnberg?
(Info gekürzt aus dem Essay "Literatur" S. 636 des Stadtlexikons Nürnberg)

• 1668 erschien erste Ausgabe des Simplicissimus von J.J.C. von Grimmelshausen in Nürnberg.
• 1390 nahm die Hadermühle als erste Papierfabrik Deutschlands den Betrieb auf.
• Die Bibliothek von St. Katharina zählte zu den bestbestückten im ganzen Reich.
• 15. Jh. Hartmann Schedel schreibt seine große Weltchronik (wohl eher ein Sachbuch).
• Willibald Pirckheimer, Humanist, Herausgeber, Übersetzer, Satiriker und Freund A. Dürers.
• Conrad Celtis, Gelehrter im Kreis um Pirckheimer und Dürer, Stadtbeschreibung in Latein.

• Im 16. Jh. erreichte der Meistergesang in Nürnberg seine Blüte. Am bekanntesten ist heute noch der Schuster-Poet Hans Sachs, der neben Meisterliedern auch Spruchgedichte, Fastnachspiele und Prosadialoge in großer Zahl veröffentlichte. Zu den bedeutendsten Vertretern zählen neben Sachs der Handwerker Hans Rosenplüt, der Bäckermeister Konrad Nachtigall und Barbier Hans Folz.

• Im 17. Jh. entstanden überall in Deutschland Sprachgesellschaften, die für den Gebrauch der deutschen Sprache eintraten. In N wurde am 16.10.1644 der Pegnesische Blumenorden gegründet, der heute zu den ältesten noch bestehenden Sprachgesellschaften der Welt zählt. Berühmte Vertreter der Pegnesen in der Frühzeit waren Georg Philipp Harsdörffer, Johann Klaj und Sigmund v. Birken. Harsdörffer wollte den Blumenorden weniger als Sprachgesellschaft, denn als Dichtervereinigung verstanden wissen. Man traf sich zum Gedankenaustausch und Vortrag regelmäßig im Poetenwäldlein an der Hallerwiese, später im Poetenstüblein in Polianders (Andreas Ingolstädters) Garten und schließlich ab 1678 im bekannten Irrhain bei Kraftshof.

Pegnesischer Blumenorden e.V.
90403 An der Fleischbrücke 2
Tel. 2 41 92 86

Zwischen Pegnitz und Freibad West erinnert ein steinernes Pult an den Blumenorden und lädt zum Vortrag und zum Verlesen literarischer Werke ein.

• Ein Klassiker der Mundartdichtung um 1800 ist der Stadtflaschner Johann Conrad Grübel, dessen Texte sogar von Goethe geschätzt wurden. Sein Stil prägte die Dialektpoesie (besonders das Collegium Nürnberger Mundartdichter) bis ins 20. Jh. hinein. Erst ab 1970 entstand eine neue Dialektlyrik-Bewegung, deren Hauptvertreter Fitzgerald Kusz ("Schweig, Bub!") ist.

• Karl Bröger (1886-1944), Arbeiterdichter. Der Erste Weltkrieg und das Elend der Nachkriegszeit prägten viele seiner Werke. Zu seinen wichtigsten Werken zählt der Roman "Der Held im Schatten" (1919). Aus einem Brief an Mella Heinsen:
Ich (...) wundere mich immer aufs neue über das miserable Gedächtnis der Menschheit, das knapp 20 Jahre nach dem Weltkrieg bereits wieder alle Schrecken des Krieges vergessen hat.

• Vom NS-Terror wurden zwei bedeutende Schriftsteller aus N vertrieben: Die Erfahrung des Exils prägte die Biographien von Hermann Kesten und Friedrich Hagen. Als Freund und Förderer der Dichter hat sich Kersten ebenso einen Namen gemacht wie als Herausgeber, Essyist und Romancier. Wichtige Werke sind "Josef sucht die Freiheit" (1928)", "Glückliche Menschen" (1931), "Dichter im Café?" (1959), "Die Abenteuer eines Moralisten" (1961).
Der Lyriker, Essayist und Übersetzer Friedrich Hagen wählte Paris als zweite Heimat und galt als wichtiger Vermittler französischer Literatur in Deutschland. Er übersetzte u.a. Paul Eluard, André Gide und Jean Cocteau.

• Wolfgang Buhl (1925), Feuilletonist, Herausgeber, Hörfunk-Produzent, Studios Franken des BR.
• Gisela Eisner. Romane "Riesenzwerge" (1964), "Abseits" (1982), "Fliegeralarm" (1989) u.a.
• Elmar Tannert, Debüt 1998 mit dem Nürnberg-Roman "Der Stadtvermesser"

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